Industrieproduktion im Juni geschrumpft - Arbeitsmarktdaten leicht besser als erwartet

01.08.17 Aktuelles

Die Fertigungszahlen der Industrie sind im Juni im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,1 Prozent geschrumpft. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf eine geringere Produktion im Bergbau zurückzuführen, die gegenüber dem Vorjahresmonat um 6,1 Prozent sank; die Kupferproduktion ging um 5,7 Prozent zurück. Die Versorger verzeichneten einen Anstieg um 1,6 Prozent, während die verarbeitende Industrie ein Plus von 0,9 Prozent meldete. Der Anstieg ist auf eine Verdoppelung bei der Produktion von Motoren für die Kfz-Industrie zurückzuführen sowie auf einen Anstieg um knapp 5 Prozent bei der Fertigung von Metallen. Dagegen schrumpfte die Herstellung von Nahrungsmitteln um 2,3 Prozent. Die Veränderungen sind allerdings auch auf eine niedrige Vergleichsbasis im Vorjahresmonat zurückzuführen. Marktbeobachter hatten ein leicht höheres Wachstum von 1,1 Prozent erwartet.  

Die Arbeitslosenrate blieb in den Monaten April bis Juni unverändert gegenüber den vorangegangenen drei Monaten bei 7,0 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum lag die Quote um nur 0,1 Prozent höher. Marktbeobachter hatten eine Quote von 7,1 Prozent erwartet. Das bedeutet, der Arbeitsmarkt erweist sich trotz der anhaltend schwachen Konjunktur als widerstandsfähig. Die Zahl der Beschäftigten stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,9 Prozent. Neue Arbeitsplätze entstanden vor allem im öffentlichen Bereich sowie im Gesundheitswesen. Dagegen war die Zahl der Beschäftigungsverhältnisse in der Bauwirtschaft weiter rückläufig.