Lateinamerika Finanzmarkt-Monitor vom 1. Februar 2018

01.02.18 Aktuelles

Künftiger Finanzminister erwartet deutlich höheres Wachstum.

Felipe Larraín, der künftige Finanzminister der neuen Regierung, die im März ihr Amt antritt, erwartet in diesem Jahr ein günstigeres weltwirtschaftliches Umfeld und eine deutliche Belebung der chilenischen Wirtschaft, sodass in diesem und in den kommenden Jahren ein Wirtschaftswachstum von 3,5 Prozent möglich sein wird. Während der Regierungszeit von Michelle Bachelett betrug das durchschnittliche BIP-Wachstum 1,8 Prozent. Laut Larraín plant die künftige Regierung unter anderem die Besteuerung der Unternehmen schrittweise auf das Niveau der OECD-Länder zu senken. Ferner werde sich die Regierung bemühen, dass Chile von den Rating-Agenturen wieder günstiger bewertet wird, nachdem das Land Mitte vergangenen Jahres erstmals seit Jahrzehnten von der Rating-Agentur Standard & Poor´s abgestuft wurde.

Verarbeitende Industrie im Dezember geschrumpft

Nach dem deutlichen Anstieg der Produktionszahlen im November (saisonbereinigt 3,5 Prozent) sind die Fertigungszahlen der verarbeitenden Industrie im Dezember, der zwei Arbeitstage weniger aufwies als der Vormonat, überraschend um 1,8 Prozent gesunken. Marktbeobachter hatten ein Plus von 0,6 Prozent erwartet. Für das Gesamtjahr 2017 ergibt sich damit ein Rückgang der Produktionszahlen im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Prozent.

Der leichte Rückgang ist laut Statistikamt INE vor allem auf geringere Produktionszahlen der chemischen Industrie und bei der Herstellung mineralischer Rohstoffe zurückzuführen. Positive Veränderungen meldeten die Lebensmittelindustrie sowie die Fahrzeugindustrie.

Der gesamte industrielle Sektor schrumpfte im vergangenen Jahr um 0,5 Prozent, wobei die Produktion im Bergbausektor um 1,2 Prozent sank. Lediglich die Versorger meldeten im Vorjahresvergleich eine positive Veränderung um 0,6 Prozent.