Lateinamerika Finanzmarkt-Monitor vom 2. Mai 2018

02.05.18 Aktuelles

Günstige Wachstumsprognosen für das erste Quartal

Nach Einschätzung von Marktbeobachtern könnte die chilenische Wirtschaft als Folge einer höheren Bergbauproduktion im ersten Quartal um 4 Prozent gewachsen sein, obwohl die verarbeitende Industrie im März stärker als erwartet schrumpfte. Die Produktion im Bergbau konnte im März - bedingt durch eine niedrige Vergleichsbasis wegen eines längeren Streiks im Vorjahr - um 27 Prozent zulegen. Dagegen schrumpfte die Produktion der verarbeitenden Industrie stärker als erwartet um 2,4 Prozent, dies ist zum Teil darauf zurückzuführen, dass der März zwei Arbeitstage weniger als im Vorjahr aufwies.

Arbeitslosenrate im ersten Quartal gestiegen

Obwohl die Konjunktur deutliche Anzeichen einer Belebung zeigt, ist die Arbeitslosenrate im ersten Quartal stärker als erwartet angestiegen. Laut Statistikamt INE erreichte die Quote mit 6,9 Prozent einen um 0,3 Prozentpunkte höheren Wert als im Vorjahr.

Finanzminister: Haushaltslage kritischer als erwartet

Die Haushaltslage des chilenischen Staates ist laut Finanzminister Felipe Larraín komplizierter als erwartet. Nach Angaben des Ministeriums ergab eine Überprüfung der Haushaltslage, dass die Vorgängerregierung Zahlungsverpflichtungen in Höhe von 5,5 Milliarden Dollar einging, für die keine Gegenfinanzierung besteht, davon entfallen 1,5Milliarden Dollar auf das laufende Jahr. Damit stellt sich die Haushaltslage kritischer dar, als bisher angenommen und erfordert, dass kurzfristig zusätzliche Sparmaßnahmen beschlossen werden.