Mitgliedsunternehmen sagen neuem Arbeitsminister Unterstützung zu

28.03.18 Aktuelles, Aus- und Weiterbildung

Nicolás Monckeberg zu Besuch in der AHK Chile

Bei einem Treffen mit dem Minister für Arbeit und Soziales, Nicolás Monckeberg, sagten Manager von zehn Mitgliedsunternehmen der AHK - darunter Siemens, BASF und Bosch - der neuen Piñera-Regierung bei der angekündigten Modernisierung der technischen Berufsausbildung ihre Unterstützung zu. 

Die Führungskräfte stellten dem Minister ihre positive Praxiserfahrungen mit dem deutschen dualen Berufsbildungssystem vor. Juan Ignacio Díaz, CEO Siemens S.A. erklärte: “Von der AHK aus werden wir weiter die Verbesserung der technischen Berufsbildung, die Steigerung der Produktivität, die Inklusion und die Innovation fördern.”

Der Minister und die Unternehmensvertreter stimmten darin überein, dass das Land ein Ausbildungsmodell zur Förderung des Lernens am Arbeitsplatz benötigt, welches flexibel und anpassungsfähig sein muss, um die Besonderheiten der verschiedenen Produktionssektoren zu berücksichtigen.

Die Kammer arbeitet seit mehreren Jahren an dieser Linie und führt Projekte mit verschiedenen lokalen Akteuren durch, um die Umsetzung einer praxisorientierten Berufsausbildung zu fördern. Ein wichtiger Partner ist dabei der Unternehmerverband SOFOFA. Mit Unterstützung der AHK sind kürzlich fünf seiner technischen Berufsschulen als erste Exzellenzzentren in Lateinamerika mittels "DIN ISO 29 990: 2010" zertifiziert worden.

Günstige wirtschaftliche Ausgangslage

Die positive wirtschaftliche Ausgangslage zu Amtsbeginn von Präsident Sebastián Piñera schafft gute Voraussetzungen, um strukturelle Aufgaben in Bezug auf die Produktionssteigerung anzugehen. Die Zentralbank legte Mitte März nochmals gestiegene Prognosen für 2018 vor. Daraufhin erhöhte JPMorgan seine Voraussage des chilenischen Wirtschaftswachstums in diesem Jahr von 3,3 auf 3,6 Prozent.

Laut Konjunkturindikator IMACEC der Zentralbank ist die Wirtschaft Chiles im Januar im Vergleich zum Vormonat um 3,9 Prozent gewachsen. Der Indikator für die Bergbauproduktion stieg um 8,6 Prozent, während die übrige Wirtschaft um 3,5 Prozent wuchs. Der beginnende Aufschwung findet auf breiter Basis statt: Auch die verarbeitende Industrie sowie Handel und Dienstleistungen konnten verbesserte Ergebnisse vorweisen.

Begünstigt durch eine Erholung der Kupferpreise auf dem internationalen Markt und einen erwarteten Anstieg der Investitionen ist die chilenische Wirtschaft bereits seit dem letzten Quartal 2017 dabei, die Talsohle zu verlassen. “Das verbesserte externe Szenario, die Erholung der Erwartungen der Industrie, die günstigen finanziellen Bedingungen und die Daten von Ende 2017 haben die Aufwärtskorrektur der Wachstumsprognose für das Jahr 2018 bewirkt", erklärte die Zentralbank am 22. März in der chilenischen Presse.

Foto: Treffen in der AHK: Juan Pablo Hess, Vorstandsmitglied, Partner EY; Carlos Anwandter, Vorstandsmitglied, Leiter After Sales Unternehmensgruppe Kaufmann; Vinka Hildebrandt, Vorstandsmitglied, Managing Partner Hildebrandt y Asoc.; hinten: Werner Kuhlenkampf, CEO Kugar Export Ltda.; Gabriele Lothholz, Erster Vizepräsident, CEO VOXKOM; Oliver Rotmann, Präsident, CEO Robert Bosch S.A.; Arbeitsminister Nicolás Monckeberg; Cornelia Sonnenberg, Hauptgeschäftsführerin AHK; Juan Ignacio Díaz, Vorstandsmitglied, CEO Siemens S.A.; Claudia Guterl, Vorstandsmitglied, CEO BASF Chile S.A.; Lorena Olivares, Leiterin Aus- und Weiterbildungsbereich AHK, Holger Paulmann, Vorstandsmitglied, CEO Sky Airline S.A.