Exportinitiative Umwelttechnologien

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) startete am 7. März 2016 eine "Exportinitiative für Umwelttechnologien", mit der die exportorientierten Aktivitäten der deutschen Umweltwirtschaft flankiert werden sollen. Zudem soll die Initiative dazu beitragen, in ausgewählten Zielländern die Vermittlung und Anwendung grüner und nachhaltiger (Umwelt-)Infrastrukturen zu beschleunigen und die Rahmenbedingungen hierfür zu verbessern. 

Acht AHKn führten im Rahmen der Exportinitiative im Jahr 2016 Pilotprojekte durch, die sich thematisch in den Bereichen "Kreislaufwirtschaft" und "Wasserwirtschaft" bewegten. Drei Module sollten Capacity Building und die Vernetzung von Stakeholdern fördern und im Ergebnis die Formulierung einer Strategie für zukünftige Aktivitäten ermöglichen:

Modul 1

Fokussierte Kurz-Analyse und Stakeholder-Mapping

Modul 2

Planung und Durchführung von austauschorientierten Workshops mit Diskussionsteilnehmern aus Deutschland und dem Gastland

Modul 3

Erstellung eines Strategiepapiers, auf Basis der Erkenntnisse aus den Modulen 1 und 2

Das Projekt der AHK Chile im Rahmen der Exportinitiative


Auf dem Weg zur Kreislaufwirtschaft: Chancen für Abfall- und Recyclinglösungen

In Chile beschäftigt sich das Projekt mit der Umsetzung des Gesetzes zur erweiterten Produzentenverantwortung, das im April 2016 verabschiedet wurde und gemeinsam mit den relevanten privaten und öffentlichen Akteuren sowie der Zivilbevölkerung den Abfall/-Recycling-Sektor formalisieren und eine moderne Abfall-Kreislaufwirtschaft etablieren soll.

Ausgangslage

  • 17 Mio. t Siedlungs- und Industrieabfälle, seit 2000 um 50% gewachsen, davon werden nur 10% recycelt
  • Gesetz zur erweiterten Produzentenverantwortung (verabschiedet im April, 2016) nun in der Umsetzung
  • Verpflichtende Rücknahmeziele für Hersteller bestimmter Waren, zunächst für sechs Kategorien festgeschrieben (Verpackungen, Öle, Reifen, elektr(on)ische Apparate, Akkus/ Batterien
  • Chance zur Formalisierung und Technologisierung auf dem Weg zu einer zeitgemäßen Kreislaufwirtschaft

Potenziale und Ziele des Projektes

  • Beitrag zur Erhöhung der Recyclingquote im Verpackungsbereich leisten
  • Förderung des verantwortungsvollen Einsatzes von Verpackungen und Verpackungsmaterial
  • Berücksichtigung sozialer Nachhaltigkeit
  • Marktchancen u.a. in Entsorgungsmanagement, Abfallsammlung, -trennung, -deponierung und Materialrückgewinnung, nachhaltige Verpackungstechnik

    Zentrale Aktivitäten im Projekt

    • Analyse: Zusammenhänge Abfall-/ Recyclingsituation und Umweltprobleme sowie Bedeutung des informellen Sektors mit Schwerpunkt „Verpackungen und Verpackungs-material“
    • Workshop: In themenspezifischen Arbeitsgruppen technologische und regulatorische Lösungsansätze erarbeiten, die auch sozial nachhaltig sind