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Exportinitiative für Umwelttechnologien

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) startete im Jahr 2016 eine "Exportinitiative für Umwelttechnologien", mit der die exportorientierten Aktivitäten der deutschen Umweltwirtschaft flankiert werden sollen. Zudem soll die Initiative dazu beitragen, in ausgewählten Zielländern die Vermittlung und Anwendung grüner und nachhaltiger (Umwelt-)Infrastrukturen zu beschleunigen und die Rahmenbedingungen hierfür zu verbessern. 

Acht AHKn führten im Rahmen der Exportinitiative im Jahr 2016 Pilotprojekte durch, die sich thematisch in den Bereichen "Kreislaufwirtschaft" und "Wasserwirtschaft" bewegten. Drei Module sollten Capacity Building und die Vernetzung von Stakeholdern fördern und im Ergebnis die Formulierung einer Strategie für zukünftige Aktivitäten ermöglichen. In Chile beschäftigte sich das Pilotprojekt mit der Umsetzung des Gesetzes zur erweiterten Produzentenverantwortung, das 2016 verabschiedet wurde und den Abfall/-Recycling-Sektor formalisieren und eine moderne Abfall-Kreislaufwirtschaft etablieren soll.

„Auf dem Weg zur Kreislaufwirtschaft: Akteursübergreifende Vernetzung zur nachhaltigen Umsetzung der Erweiterten Produzentenverantwortung in Chile“

 

2017 führt die AHK Chile ein Aufbauprojekt durch, mit dem die akteursübergreifende Vernetzung zur nachhaltigen Umsetzung der Erweiterten Produzentenverantwortung in Chile weiter unterstützt werden soll.


Ausgangslage

  • 17 Mio. t Siedlungs- und Industrieabfälle, seit 2000 um 50% gewachsen, davon werden nur 10% recycelt
  • Gesetz zur erweiterten Produzentenverantwortung (verabschiedet im April, 2016) nun in der Umsetzung
  • Verpflichtende Rücknahmeziele für Hersteller bestimmter Waren, zunächst für sechs Kategorien festgeschrieben (Verpackungen, Öle, Reifen, elektr(on)ische Apparate, Akkus/ Batterien
  • Chance zur Formalisierung und Technologisierung auf dem Weg zu einer zeitgemäßen Kreislaufwirtschaft

Potenziale und Ziele des Projektes

  • Intensive Förderung eines konstantes und konstruktiven Dialogs und die umfassende Vernetzung der relevanten Akteure, u.a. regulierte Unternehmen, Umweltministerium, Kommunen, Recycling-Firmen
  • „Matching“ von lokalem Bedarf mit deutschem Know-how und Technologie, zur zielgerichteten Unterstützung bei der Umsetzung des EPV-Gesetzes

Die Handlungsfelder, in denen Potenzial für deutsche Lösungen besteht, sind vielfältig:

  • Wissensaufbau und -transfer sowie Unterstützung im Bereich Umweltbildung 
  • Erfahrungsübertragung aus der Umsetzung der Kreislaufwirtschaft / EPV 
  • Technologietransfer / Export


    Zentrale Aktivitäten im Projekt

    • Modul 1: Entwicklung und Moderation einer elektronischen Stakeholder-Plattform auf LinkedIn zur Identifizierung konkreter Technologie- und Know-How-Bedarfe unter Einbezug deutscher Verbände und Partner 
    • Modul 2: Planung und Durchführung von zwei Schulungs-Workshops in Santiago, deren Themen auf Basis der Diskussionen in der LinkedIn-Gruppe ausgearbeitet werden.
    • Modul 3: Erstellung eines Strategiepapiers mit Ausblick für eine Weiterentwicklung